Header mit Beispiel Suchgebietskarte
Kartografie
Vom Bildschirm ins Gelände (20.06.2020)
Förderjahr 2019 / Project Call #14 / ProjektID: 4546 / Projekt: eTrax | rescue

Ein wesentliches Element der Software sind ausdruckbare Karten, welche die Suchmannschaften ins Gelände mitnehmen können. In diesem Beitrag stellen wir den gewählten Ansatz dazu kurz vor.

Bei Personensuchen ist es notwendig viele und unterschiedliche Daten mit räumlichem Bezug darzustellen um die Einsatzleitung optimal zu unterstützen. Während für die grundlegende Darstellung von räumlichen Daten zum Glück einige leistungsstarke Open Source Anwendungen bestehen (z.B. OpenLayers, Leaflet, ..), wird es dann kompliziert wenn wie in unserem Anwendungsfall diese Information auch in Form von gedruckten Karten mit umfangreicher Zusatzinformation an die Suchmannschaften ausgeteilt werden muss.

Was braucht die Zielgruppe?

In Rücksprache mit unseren Praxispartner*innen wurden die folgenden Kriterien für gute Suchgebietskarten entwickelt:

  • Einfache und zeitschonende Erstellung von Suchgebietskarten
  • Unterschiedliches Kartenmaterial wählbar
  • Angaben zu den Suchgebieten (Flächen bzw. Längen)
  • Gruppeneinteilung
  • Informationen und Foto der vermissten Person
  • Übersichtskarten
  • Dokumentation im Rahmen des Einsatzberichtes

So haben wir es umgesetzt:

Bei einigen dieser Punkte konnte auf Erfahrungen aus dem Vorgängerprojekt aufgebaut werden. Ein Problem das bisher bestanden hat war der Kartenausdruck mit frei verfügbarem Kartenmaterial, welches auf fremden Servern liegt (Same-Origin-Policy). Während die Darstellung von Tiles in einer WebGIS Anwendung kein Problem darstellt, ist der Ausdruck nicht ohne weiteres möglich. Eine wesentliche Neuerung im Rahmen dieses Projektes ist, dass nun eine Lösung für das Problem der Einbettung von Kartenmaterial auf fremden Servern gefunden werden konnte. In einem völlig neuen Ansatz wurde nun die Erstellung von Suchgebietskarten per Knopfdruck realisiert. Den vereinfachten Ablauf kann man sich dazu folgendermaßen vorstellen:

  1. Ein Suchgebiet, bestehend aus Lat/Lon Koordinaten, wird gewählt
  2. Auf Grund der Ausdehnung wird das optimale Zoomlevel in Abhängigkeit des gewählten Kartenmaterials berechnet
  3. Die benötigten Tiles werden ermittelt und vom jeweiligen WebMapServer geladen
  4. Diese werden zu einem File zusammengesetzt und in ein lokales Koordinatensystem umgerechnet
  5. Im lokalen Koordinatensystem werden dann alle Elemente (Suchgebiete, POIs, Koordinatengitter, etc.) hinzugefügt
  6. Über die PDF Library TCPDF wird ein druckfertiges PDF gelayoutet

Über diesen Ansatz lassen sich viele, aber nicht alle, Karten zum Ausdruck einbinden. Dabei ist natürlich im Detail auch auf die spezifischen Nutzungsbedingungen zu achten.

Die Abbildung zeigt ein Beispiel einer fertigen Suchgebietskarte, wie sie in ausgedrucktem Zustand an die Suchmannschaften ausgeteilt werden kann.
Die Abbildung zeigt ein Beispiel einer fertigen Suchgebietskarte, wie sie in ausgedrucktem Zustand an die Suchmannschaften ausgeteilt werden kann.

Die nächsten Schritte

Unsere Praxispartner*innen haben schon damit begonnen die ersten Tests durchzuführen. Parallel werden noch einige Details fertigprogrammiert bzw. die Funktionalität überarbeitet. Mehr dazu im nächsten Beitrag.  

Tags:

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