MSS Visualisierung mit einem detektierten seismischen Ereignis.
Voll funktionsfähig
Die online Visualisierung des MSS Netzwerks läuft im Routinebetrieb. (20.01.2020)
Förderjahr 2019 / Project Call #14 / ProjektID: 4547 / Projekt: MSS Outreach

Die Visualisierung der Daten des MSS Netzwerks in annähernd Echtzeit ist nun online verfügbar.

Nach dem Abschluss des durch die Landesregierung Niederösterreich geförderten Projekts "Seismische Sensoren informieren die Gesellschaft" (BD1-G-5285/001-2018) läuft die annähernd Echtzeit Visualisierung der MSS Daten unter dem URL http://www.mertl-research.at/mss-nrt-map/ im Routinebetrieb. Neben den aktuellen Werten der maximalen Bodengeschwindigkeit (peak-ground velocity, PGV) werden auch seismische Ereignisse angezeigt, die mit dem MSS Netzwerk detektiert wurden und die Fühlbarkeitsschwelle von 0.1 mm/s überschritten haben, angezeigt. Die Detektion arbeitet mit einer Beurteilung der Amplitudenverteilung einzelner Dreiecke der Delaunay-Triangulierung der MSS Stationskoordinaten. Sobald die PGV aller drei Stationen eines Delaunay Dreiecks innerhalb eines bestimmten Zeitbereichs einen Grenzwert überschreiten, wird für dieses Dreieck ein Ereignis getriggert. Mehrere gleichzeitig oder in einem Zeitintervall aufeinanderfolgende getriggerten Dreiecke werden zu einem Ereignis zusammengefasst.

Das folgende Bild zeigt das Beispiel eines am 25.12.2019 detektierten Erdbebens. Für dieses Erdbeben wurde von der ZAMG das Epizentrum in der Nähe von Gloggnitz und eine Magnitude von 1.7(ml) bestimmt (Erdbebenbericht ZAMG). Es gingen auch einige Erdbebenwahrnehmungen bei der ZAMG ein.

Ein wichtiges Ziel des MSS Outreach Projekts ist es, das Epizentrum und die Magnitude direkt aus den Daten des MSS Netzwerks abzuleiten. Wir werden dazu eine auf reinen Amplitudenwerten basierende Lokalisierungsmethode implementieren.

Detektiertes Erdbeben am 25.12.2019.

 

Stefan Mertl

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Listening to the earth.
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